Max Clarenbach 1880 Neuss - 1952 Köln "Wintermorgen am Niederrhein"
Max Clarenbach 1880 Neuss - 1952 Köln "Wintermorgen am Niederrhein"

Max Clarenbach

Max Clarenbach 1880 Neuss - 1952 Köln

"Wintermorgen am Niederrhein"

Größe: 95 x 127 cm

 

Max Clarenbach wird am 19. Mai 1880 in Neuss geboren und im Alter von nur 13 Jahren - auf Empfehlung Andreas Achenbachs - an der Düsseldorfer Akademie aufgenommen.

Im Jahre 1897 wird er Schüler von Eugen Dücker und nimmt erstmals an einer Ausstellung teil. Er hat das Glück in Dücker einen Lehrer gefunden zu haben, der die jungen Akademie-Schüler gezielt in der Freilichtmalerei unterstützt und für die Landschaftsmalerei in ihren bedeutsamen Details empfindsam macht. Nicht zuletzt trägt Dücker auf diese Weise dazu bei, dass Clarenbach sich seiner Heimat zuwendet und Zeit seines Lebens die niederrheinische Landschaft mit ihren Kopfweiden und kurvenreichen Flussläufen zum Thema seiner Arbeiten macht.
Clarenbachs Jahre an der Düsseldorfer Akademie sind geprägt von Studienreisen, die ihn an verschiedene Ecken Europas führen. Er reist mehrmals nach Italien, besucht in Holland Schouwen, Walcheren und Rotterdam und gelangt auch an die polnische Ostseeküste nach Dievenow.

Zum Ende des Wintersemesters 1902/ 03 verlässt Max Clarenbach die Kunstakademie, zieht aus dem Neusser Haus seines Großvaters nach Düsseldorf und arbeitet hier in einem Atelier in Wittlaer, wo der bedeutende Architekt J. M. Olbrich später eine Villa für ihn planen und bauen wird. In dieser Zeit entsteht das Gemälde „Stiller Tag", das Clarenbach internationalen Erfolg und in Wien die Grosse Goldene Staatsmedaille einbringt.

Um das Jahr 1905 beginnt Clarenbach erstmals, eine Darstellung der Erftlandschaft im Winter zu malen. Diese Winterlandschaften wird er auch in den Folgejahren wiederholt aufgreifen, kenntlich gemacht durch die am Ufer stehenden Pappeln und deren Spiegelungen im Wasser. 
Auch anschließend erhält er verschiedene internationale Auszeichnungen.

Als Mitgründer des „Sonderbundes“ zeigt Clarenbach seine Arbeiten bei der ersten „Sonderbund“-Ausstellung im Frühjahr 1909 in der Kunsthalle Düsseldorf. Hier präsentiert er seine Werke - wie die übrigen deutschen Mitglieder des Bundes - das erste Mal in einem direkten Kontext mit den französischen Impressionisten (unter anderem Monet und Manet).

1917 wird Clarenbach zum Professor an der Düsseldorfer Akademie ernannt und tritt die Nachfolge Eugen Dückers in der Landschaftsmalerei an. Er unterrichtet fast drei Jahrzehnte, bis er 1945 von seiner Professur zurücktritt.

Am 09. Juli 1952 stirbt Max Clarenbach im Alter von 72 Jahren.

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